Esophageal tuberculosis

Kesztele, V.

Wiener Medizinische Wochenschrift 113: 430-432

1963


ISSN/ISBN: 0043-5341
PMID: 14032170
Document Number: 18123
Die Zahl der im Schrifttum der vergangenen Jahre angegebenen Fälle von Osophagustuberkulose ist sicher unvollständig, kann aber trotzdem als Maßstab und Bestätigung für die Seltenheit der Lokalisation gewerter werden. Nach kurzen allgemeinen Hinweisen bezüglich der Genese, der Symptome, der Folgen sowie der Diagnose und der Therapie werden zwei Fälle lymphoglandulärer Ätiologie beschrieben. Im ersten Fall lag eine spezifische Hilusdrüsenschwellung vor, die nicht nur zu einer Atelektasebildung, sondern auch zum Einbruch in den Stammbronchus Veranlassung gab. Veränderungen des Dsophagus bestanden eingangs nicht. Nach dreimonatiger Behandlung wurde insofern eine Besserung erzielt, als die Drüsen deutlich kleiner wurden, die Atelektase verschwand und nur mehr ein geringer Granulationsgewebsrest im Stammbronchus beobachtet wurde. Zufolge Uneinsichtigkeit der Patientin kam es zur Unterbrechung der stationären und ambulanten medikamentösen Behandlung, wodurch der bakteriellen Invasion alle Möglichkeiten geboten waren. Nach sieben Monaten traten eigroße, periglanduläre Abszeßbildungen auf, die zu Einbrüchen in den Cisophagus, die Trachea und in den Herzbeutel und somit schließlich zum Exitus führten. Im zweiten Fall konnten spezifische Veränderungen im ösophagus und der Trachea gleich zu Beginn der stationären Aufnahme sichergestellt werden. Die Behandlung durch vier Monate führte zu einer so bedeutenden Besserung, daß die Patientin in ambulante Behandlung entlassen werden konnte. Es wäre denkbar, daß die zusätzliche Verwendung von Solu-Dacortin eine Beschleunigung des Heilungsprozesses bewirkte; ein komplizierender Einfluß auf den gleichzeitig bestehenden Diabetes kam dem Medikament jedenfalls nicht zu. Die Kontrolle nach fünf Monaten ergab keinen spezifisch virulenten Befund.

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