Is the intramuscular injection a harmless intervention?

Müller-Vahl, H.

Deutsche Medizinische Wochenschrift 109(39): 1503-1504

1984


ISSN/ISBN: 0012-0472
PMID: 6479051
Document Number: 5446
Vor allem die intramuskuläre Applikation von Medikamenten mit schlechter lokaler Gewebsverträglichkeit bedarf einer grundsätzlichen Überprüfung. Das betrifft in erster Linie nicht-steroidale Antirheumatika, die in unserem Material über 8O% der Schäden verursacht hatten. Eine pharmakologische Begründung für ihre intramuskuläre Applikation liegt im allgemeinen nicht vor. Die Bioverfügbarkeit von zahlreichen intramuskulär gegebenen Medikamenten, auch von Pyrazolderivaten und anderen Antirheumatika, ist ihrer oralen Gabe keineswegs überlegen. Es dürfte ein Trugschluß sein, von den Pyrazolderivaten auf die intramuskuläre Injektion moderner Antirheumatika überzuwechseln. Vielmehr erscheint eine kritischere Grundeinstellung dem intramuskulären Applikationsweg gegenüber als wünschenswert und notwendig.

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