Tuberculosis of the biliary tract lymph nodes; pathology and clinical aspects of a little-known disease

Remmele, W.; Lennert, K.

Beitrage Zur Klinik der Tuberkulose und Spezifischen Tuberkulose-Forschung 117(3): 327-343

1957


PMID: 13522547
Document Number: 10297
Die Tuberkulose der Gallenwegs-Lymphknoten stellt ein bislang wenig beachtetes Krankheitsbild dar. Die Infektion dieser Lymphknoten erfolgt wahrscheinlich vorwiegend lymphogen, wobei folgende Wege beschritten werden können: 1. von der Lunge bzw. den Lungenhilus-Lymphknoten her (im Rahmen der progressiven Durchseuchung SCHÜRMANNS bzw. der lymphoglandulären endogenen Reinfektion GnoNs), 2. von den mesenterialen LK her (bei weiterer Ausbreitung nach intestinalen Primärinfekten und bei lymphoglandulärer endogener Reinfektion) und 3. aus dem Zuflußgebiet der Gallenwegs-LK selbst (Leber, Gallenwege; wohl selten). Wir unterscheiden zwei Hauptformen: Typ I befällt vorwiegend das jugendliche Alter vor dem 30. Lebensjahr, entsteht im Rahmen der progressiven Durchseuchung und zeigt das Gewebsbild der käsigen LK-Tbc; Typ II findet sich vorwiegend jenseits des 45. Lebensjahres, entsteht wohl zumeist im Anschluß an eine lymphoglanduläre endogene Reinfektion und bietet hauptsächlich das Bild der epitheloidzelligen, gelegentlich auch der käsigen Tbc. Im klinischen Bild herrschen vor: I. Gallenkoliken, eventuell mit akutem oder intermittierendem Verschlußikterus, 2. chronischer Verschlußikterus, 3. unspezifisches oder auf andere Oberbauchorgane hindeutendes Symptomenbild (z. B. Vortäuschung von Magen- oder Pankreaserkrankungen). Die Diagnose ist vor Operation und histologischer Lymphknotenuntersuchung kaum zu stellen. Die Therapie der Wahl besteht in der operativen Beseitigung der erkrankten Lymphknoten.

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Tuberculosis of the biliary tract lymph nodes; pathology and clinical aspects of a little-known disease