Shared decision making--from the point of view of patients, physicians and health politics is set in place
Härter, M.
Zeitschrift für Arztliche Fortbildung und Qualitatssicherung 98(2): 89-92
2004
ISSN/ISBN: 1431-7621 PMID: 15106486 Document Number: 9897
In den Beiträgen zur Partizipativen Entscheidungsfindung in diesem Schwerpunktheft sind erste Ergebnisse aus Modellprojekten des Förderschwerpunktes dargestellt: Bei chronischen Schmerzpatienten mit einem Fibromyalgie-Syndrom wird gezeigt, dass die Möglichkeit einer Entscheidungsmodifikation nach einem speziellen Kommunikationstraining für Ärzte von den Patienten tatsächlich auch wahrgenommen wird. In einer Studie zur hausärztlichen Versorgung von Depressionen evaluieren Andreas Loh und Kollegen, dass depressive Patienten unabhängig vom Schweregrad ein hohes Informationsbedürfnis über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeit haben und in welchem Maße sie am medizinischen Entscheidungsprozess beteiligt werden möchten. In der Arbeit von Fülöp Scheibler et al. wird die Rolle der Partizipativen Entscheidungsfindung im Rahmen strukturierter Behandlungsprogramme diskutiert und wie Ärzte und Patienten im Rahmen der DMPs darauf vorbereitet werden können. Johannes Hamann et al. legen den Schwerpunkt auf gezielte Maßnahmen, um den Einfluss der Patienten zu starten und dadurch die Patienten in ihrer Rolle bei der medizinischen Entscheidungsfindung und im Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen. Ergebnisse einer Befragung von Birgitt van Oorschot palliativ behandelter Tumorpatienten bestätigen den Wunsch der Patienten nach partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Patienten und Ärzten und die Verbesserungsbedürftigkeit von erkennbaren Mitwirkungsmöglichkeiten im klinischen Kontext. Dabei stellen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten wichtige Kommunikationshilfen dar. Andrea Vodermaier und Kollegen stellen neben qualitativen Analysen von Aufklärungsgesprächen die Entwicklung und Evaluation von Decision Aids für Mammakarzinompatientinnen vor, welche von Betroffenen als sehr positiv bewertet werden. Zum Abschluss zeigt die Arbeit der Methoden-AG des Förderschwerpunktes, dass die Erfassung und Messung der partizipativen Entscheidungsfindung verbesserungsbedürftig ist. Die aus der gemeinsamen Datenanalyse gewonnenen Ergebnisse sollen in ein neues Messinstrument integriert werden, welches indikationsübergreifend hinsichtlich seiner Anwendbarkeit und Validität überprüft wird.
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