Experimental studies on bladder tonus
Brosig, W.
Zeitschrift für Urologie 46(7): 456-466
1953
ISSN/ISBN: 0863-0267 PMID: 13103641 Document Number: 8946
Bei intravenöser Applikation einer wasserlöslichen östrogen wirksamen Substanz (Stilben Ro 1 -5545/7) konnte bei 6 Kaninchen von 10 Untersuchten ein kurz dauernder Anstieg des Blasentonus nachgewiesen werden. Auch bei ähnlichen Versuchen am Menschen ließ sich dieser tonussteigernde Effekt erzielen. Intravenöse Injektion eines Androgens (Testosteron in Propylenglykol) verursachte bei 3 von 7 untersuchten Kaninchen einen geringen, aber deutlich nachweisbaren Tonusabfall der Blasenmuskulatur. Diese Ergebnisse unterstützen die von uns früher an der Prostatikerblase gewonnenen Resultate, nämlich, daß das Ostrogen tonussteigernd und das Androgen tonusherabsetzend auf die Blase wirkt. Weitere Tierversuche erstreckten sich auf die Prüfung der Wirkung bereits bekannter Stoffe,- die die glatte Muskulatur anregen (Doryl, Azetylcholin, Prostigmin usw.) in bezug auf die Blasenmuskulatur. Außerdem wurde der Einfluß sog. Ganglienblocker (Buscopan, Pendiomid) auf die Blasenmuskulatur untersucht. Buscopan erzielt eine gute Ruhigstellung vor allem der krampfbereiten Blase, während Pendiomid eine mehr ausgesprochene Wirkung auf den Blutdruck zeigt und den Blasentonus nur gering verändert.
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