Transthoracic ultrasound in pneumology
Mathis, G.
Pneumologie 49(12): 667-673
1995
ISSN/ISBN: 0934-8387 PMID: 8584537 Document Number: 7964
Pleurale Verschattungen und periphere Lungenherde stellen häufige diagnostische Herausforderungen dar. Wenn diese an die Thoraxwand reichen, sind sie der Ultraschallbildgebung zugänglich. Das traditionelle Röntgenthoraxbild ist oft nicht schlüssig, so daß dann aufwendigere bildgebende Verfahren wie Computertomographie oder Kernspintomographie eingesetzt werden. Die diagnostischen Möglichkeiten der Sonographie in der Abklärung von peripheren herdförmigen Lungenkrankheiten wurden bisher unterschätzt, während der Ultraschall in der Darstellung des Pleuraergusses etabliert ist. Physikalisch und anatomisch ist die Sonographie am Thorax limitiert. Knochen und Luft sind als "Feinde" der Ultraschallwellen bekannt, undurchlässig und schallauslöschend. Darauf beruht das falsche Vorurteil, daß mit der Sonographie in diesem Bereich nicht viel zu erreichen ist. Seit Jahrzehnten überwinden aber Kardiologen diese Hindernisse erfolgreich in der Echokardiographie. Dementsprechend zeigen auch subpleurale Lungenkarzinome, Pneumonien, Lungeninfarkte und Atelektasen dem erfahrenen Untersucher jeweils ein typisches Ultraschallbild, das in Kontext mit dem klinischen Bild, dem Röntgenthorax und anderen weiterführenden bildgebenden Verfahren die Diagnostik oft entscheidend verbessert.
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