Prevention of succinylcholine-induced undesirable effects
Plötz, J.
Klinische Anasthesiologie und Intensivtherapie 42: 117-131
1993
ISSN/ISBN: 0341-5023 PMID: 8450620 Document Number: 7409
Das depolarisierende Muskelrelaxans Succinylcholin (SCH) besteht aus 2 Acetylcholinmolekülen. In Konkurrenz mit der physiologischen Überträgersubstanz besetzt es die cholinergen Rezeptoren der neuromuskulären Endplatte. Nach anfänglicher Erregung der Muskelfaser unterbricht es die Impulsübertragung vom Nerv auf die Muskelzelle und führt zur neuromuskulären Blockade (NMB). Diese ist quantifizierbar anhand der Reaktion ausgewählter Muskeln auf indirekte Reizung mit dem Nervenstimulator. Die Wirkdauer wird wesentlich bestimmt durch die pseudocholinesteraseabhängige Hydrolyse von SCH. Im Regelfall, d. h. bei intakter Enzymfunktion, führt die intravenöse Injektion von 1 mg/kg KG zur 100 %igen NMB mit kurzer Anschlagzeit (<1 min) und Wirkdauer (10-12 min). Neben diesem erwünschten Effekt lassen sich mit unterschiedlicher Häufigkeit unerwünschte Effekte beobachten. Sie betreffen nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch weitere Organe. Teilweise stehen sie im Zusammenhang mit den pharmakologischen Eigenarten von SCH, teilweise sind sie allgemeiner Natur (z.B. Anaphylaxie). Im klinischen Kontext können sie sich ausweiten zu Komplikationen und lebensbedrohlichen Zwischenfällen. Im folgenden wird die Frage von deren Vermeidbarkeit behandelt.
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