Chemonucleolysis and percutaneous discotomy--value in treatment of lumbar intervertebral disk displacement
Hedtmann, A.; Fett, H.; Steffen, R.; Krämer, J.
Aktuelle Probleme in Chirurgie und Orthopadie 43: 156-165
1994
ISSN/ISBN: 0378-8504 PMID: 8092413 Document Number: 6321
Chemonukleolyse und perkutane Diskotomie sind beide geeignete Methoden, radikuläre Syndrome durch Bandscheibenprotrusionen und subligamentäre Sequester erfolgreich zu behandeln. Vorgestellt werden eine randomisierte Vergleichsstudie mit Kollagenase und Chymopapain sowie die ersten Ein-JahresErfahrungen mit der perkutanen Diskotomie. Die Effektivität beider Methoden ist allerdings niedriger als diejenige der Diskotomie, vor allem in mikrochirurgischer Technik. Ursachen sind Fehlindikationen durch nicht erkannte extradiskale Sequester und knöcherne Nervenwurzelbedrängungen. Die Chemonukleolyse mit Chymopapain hat ihren festen Stellenwert, die Kollagenase zeigt noch eine zu hohe Komplikationsrate. Die derzeit noch recht begrenzte Effektivität der perkutanen Diskotomie ist voraussichtlich durch Techniken zu steigern. die auch eine selektiv-posteriore Dekompression ermöglichen. Chemonukleolyse und perkutane Diskotomie stellen eine wesentliche Bereicherung des therapeutischen Spektrums in der Grauzone zwischen konservativen Maßnahmen und der offenen Diskotomie dar.
Document emailed within 1 workday