Carbamazepine-induced SIADH with clinical signs of delirium
Novakovic, M.; Fischer, R.; Eich, P.
Psychiatrische Praxis 28(1): 48-49
2001
ISSN/ISBN: 0303-4259 PMID: 11236337 Document Number: 6288
Fällt das SIADH milde aus oder entwickelt es sich langsam über mehrere Wochen, kann die Symptomatik völlig unauffällig sein oder beschränkt auf eine Anorexie, Nausea und Erbrechen. Wenn die Hyponatriämie schwer ist oder akut auftritt, kann es zu Gewichtszunahme kommen. Die Symptome des zerebralen Ödems stehen dann jedoch im Vordergrund, begleitet von Unruhe, Irritabilität, Verwirrtheit, Koma und Krämpfen [15]. Im EEG lassen sich i.R. keine spezifischen Veränderungen nachweisen. Eindrückbare Ödeme fehlen fast immer. Generell gesagt ist die Geschwindigkeit des NaVerlustes viel entscheidender für die neurologischen Symptome des SIADH als die absolute Na-Konzentration im Serum. Um eine letale pontine Myelinose zu vermeiden ist die hyperosmolare i.v. Na-Substitution unter stationären Bedingungen durchzuführen [16,17]. Vieweg et al. fanden in ihrer Studie, dass 40% von mit CBZ-behandelten psychiatrischen Langzeitpatienten eine Hyponatriämie hatten. Yassa et al. dokumentierten dies bei 25%, Weisberg et al. bei 31% [18,19]. Insbesondere bei Patienten mit einer Mehrfachmedikation ist Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich - aus unserer Sicht - alle drei Monate die regelmäßige Elektrolytkontrolle, vor allem bei ambulanten Langzeitpatienten.
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