On the trail of medical crimes: Keith Mant (1919-2000) and his debut as a forensic pathologist
Weindling, P.
1999 Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 16(1): 129-139
2001
ISSN/ISBN: 0930-9977 PMID: 20017267 Document Number: 13811
In dem kurzen Zeitraum zwischen März 1946 und Dezember 1947 schwankten die britischen Stellen, ob sie die deutschen Medizinverbrechen ahnden sollten. Schließlich fiel die Entscheidung, von der Verfolgung dieser Taten abzulassen) In dieser Phase war es durch das Engagement einzelner möglich, Überlebende der kriminellen Experimente sowie Verdächtige ausfindig zu machen, Dokumente zu sammeln und die Leichen von Versuchsopfern zu untersuchen. Die Arbeiten des britischen Pathologen Keith Mant waren für die britischen Ermittlungen damals zentral.2 Mant führte Pionieruntersuchungen über die Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz durch. Im Rahmen einer internationalen Wissenschaftskommission, der International Scienqic Commission for the Investigation of War Crimes of a Medical Nature (ISC), beteiligte er sich maßgeblich an der rechtlichen, medizinischen und ethischen Auswertung der Verbrechen. Wie groß seine internationale Bedeutung war, wird auch im Kontext seiner Arbeiten für den Nürnberger Ärzteprozeß deutlich.
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