The status of research on the etiology of pneumoconiosis
Jotten, K.W.; Gartner, H.
Medizinische Welt 20(44): 1367-1371
1951
ISSN/ISBN: 0025-8512 PMID: 14910249 Document Number: 10185
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Löslichkeit der Kieselsäure bei der Entstehung der Pneumokoniosen ihre Bedeutung hat. Man kann jedoch nicht schematisierend sagen, daß sie durch gelöste Kieselsäure entstehen. Gelöste Kieselsäure wirkt toxisch-nekrotisch im Gewebe. Ihre fibroplastische Wirkung scheint an niedrige Konzentrationen gebunden zu sein, die man vielleicht mit der homöopathischen Wirkung von Arzneimitteln vergleichen könnte. Es ist wahrscheinlich, daß nicht nur molekulardispers gelöste Kieselsäure wirksam ist, sondern daß auch hydratisierte Oberflächen eine Rolle spielen, vielleicht sogar im Sinne katalytischer Effekte. Bei der Differenzierung des Gewebsbildes im Sinne knötchenförmiger oder diffuser Fibrosen haben mechanische und physikalisch-chemische Verhältnisse heute wieder mehr Bedeutung gewonnen.
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